Qualifizierung

Die SprInt Wuppertal bildet seit 2002 Menschen zu Sprach- und Integrationsmittlern aus. Hieraus hat sich das „Wuppertaler Modell“ für die SprInt-Qualifizierung entwickelt. Das Wuppertaler Modell steht für Erfahrung und Qualität.

Dauer und Aufbau der Qualifizierung

Die Qualifizierung dauert in der Regel 18 Monate und wird nach bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards durchgeführt. Die praxisnahe Ausbildung ist mit rund 2.000 Unterrichtseinheiten in neun Lernfeldern konzipiert. Drei theoretische Lernphasen von je ca. sechs Monaten wechseln sich mit Praxisphasen ab.

Inhalte

Die zukünftigen Sprach- und Integrationsmittler/-innen werden in neun Lernfeldern unterrichtet (s. Infografik). Sie erwerben Kenntnisse über Grundlagen und Strukturen im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden ein fundiertes Dolmetschtraining nach der innovativen Lehrmethode der Dolmetschinszenierung. Sie beschäftigten sich mit Migrationssoziologie, Diskriminierung und Partizipation von Migranten. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf professionellen sozialen, kommunikativen und Reflexionskompetenzen durch theoretischen Unterricht und die Reflexion der Praxisphasen. Dies befähigt die Teilnehmenden dazu, den hohen Anforderungen der Tätigkeit im Bezug auf Rollenklarheit und Berufsethik gerecht zu werden.  

Abschlussprüfung

Die Qualifizierung endet mit einer Abschlussprüfung in den vier Hauptfächern Bildung, Gesundheit, Soziales und Dolmetschen. Nach bestandener Prüfung erhalten die Absolventen das bundesweit anerkannte SprInt-Zertifikat.

Vertreter von drei Hochschulen nehmen die Prüfung ab:

I. Für den Fachbereich Gesundheit:

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Institut für Medizinische Soziologie

II. Für das Fach Dolmetschen:

Johannes Gutenberg Universität Mainz, Fachbereich 06 (Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft), Arbeitsbereich für interkulturelle Germanistik

III. Für den Fachbereich Sozial- und Bildungswesen:

Alice Salomon Hochschule (ASH), Berlin

Zertifikat

Das SprInt-Zertifikat ist in Deutschland die derzeit höchste erreichbare Qualifikation in der beruflichen Fort- und Weiterbildung im Bereich kultursensibles Dolmetschen und Integrationsassistenz.  Derzeit ist eine Anerkennung der Tätigkeit als Fortbildungsberuf in Arbeit. Mit dem Zertifikat wurde erstmals ein bundesweiter Qualitätsstandard in der Ausbildung von SprInt geschaffen, dem sich andere Träger anschließen können.

Seit 2009 wurden in Deutschland bedarfsgerecht über 100 SprInt zertifiziert, bis 2015 folgen weitere 100 SprInt aufgrund der steigenden Nachfrage.

Teilnahmevoraussetzungen

Die Qualifizierung richtet sich an alle Menschen mit interkultureller Erfahrung oder eigenem Migrationshintergrund, fundierten Kenntnissen in Deutsch und einer weiteren Sprache und einem Realschulabschluss oder Äquivalent.

Kontakt

Sie interessieren sich für die Teilnahme an einer SprInt-Qualifizierung?

Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Lehrgängen in Wuppertal und angrenzenden Standorten und ein Infoblatt zu Teilnahmevoraussetzungen und Inhalten der Qualifizierung.

Sie sind ein Bildungsträger und interessieren dich dafür, die SprInt-Qualifizierung anzubieten?

Nehmen Sie mit uns Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! auf. Als Kooperationspartner erhalten Sie das SprInt-Curriculum und weitere Unterstützung bei der Umsetzung der Qualifizierung.

Qualität

Qualitätsmerkmale des Wuppertaler Modells für die Qualifizierung zum/zur Sprach- und Integrationsmittler/-in:

  • Erprobtes Qualifizierungskonzept
  • Basierend auf 13-jähriger Erfahrung mit Sprach- und Integrationsmittlung (zusammen mit Expert/-innen aus Praxis und Wissenschaft)
  • Bundesweit einheitliche Standards durch Verwendung eines einheitlichen Curriculums und Abschlussprüfung (SprInt-Zertifikat)
  • Abschlussprüfung von drei renommierten Hochschulen
  • Kompetenzbasiertes Curriculum orientiert an Standards eines anerkannten Fortbildungsberufs (unter Berücksichtigung des europäischen Qualifikationsrahmens und des modularisierten Studienkonzepts der „Bologna-Reform“ der Hochschulen)
  • Innovative Lehrmethode für Dolmetschen: Dolmetschinszenierung (Uni Mainz)
  • Moderner Unterricht durch kompetenzorientiertes Curriculum und ressourcenorienten Ansatz
  • Qualitätssicherungskommission (Prüfungsinstitutionen und Servicestelle) gewährleistet die Weiterentwicklung nach aktuellen didaktischen, fachlichen und beruflichen Standards.

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